Geschichte des Hauses

Heinrich der Löwe leitet 1157 die Kolonisation ostelbischer Gebiete ein. In seinem Gefolge befand sich der Ritter Bernstorp, der Teschow als Lehen erhielt. 1237 wurde das benachbarte Bernstorf erwähnt, der spätere Sitz der Familie. 1613 entstand dort das erste Herrenhaus, dem 1794/95 ein zweites folgte.

Seit Beginn des 17. Jahrhunderts vollzog sich die Entwicklung vom Rittergeschlecht zur Adelsfamilie mit umfangreichem Landbesitz in Mecklenburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Zwischen 1697 und 1933 bildete Schloss Wedendorf den Hauptsitz der mecklenburgischen Familie von Bernstorff. Schloss Wedendorf ließ Andreas Gottlieb von Bernstorff erbauen, dem Kaiser Karl VI. im Jahr 1715 die Reichsfreiherrenwürde verlieh. Seine Enkel Johann Hartwig Ernst Graf von Bernstorff auf Wotersen und Andreas Gottlieb von Bernstorff auf Gartow wurden 1767 für sich und ihre Nachkommen in den Lehngrafenstand des dänischen Reiches erhoben.

Der Wedendorfer Besitz einschließlich Bernstorf galt als Fideikommiss, als ein Gut, das nur in männlicher Erbfolge geführt werden konnte. Letzter Besitzer war Hermann Graf von Bernstorff, der bis 1933 im Schloss Wedendorf und danach im Schloss Bernstorf wohnte. Schloss Bernstorf wurde bereits 1879 bis 1882 erbaut.

1945 wurde die Grafenfamilie enteignet. Das Schloss erlebte dann eine sehr wechselvolle Geschichte. Seit Ende 2010 erfolgte die Totalsanierung des Schlosses und seine Umgestaltung zum Biohospiz Hospiz Schloss Bernstorf mit Refugium durch Herrn Dr. Wolfgang Röhr.

(Text: Eckhart Redersborg)

Mehr dazu in der Schloss Bernstorf Edition (1):

Bernstorff – Bernstorf – Schloss Bernstorf – Eine Familie und ihr Einfluss auf eine Region in Nordwestmecklenburg – von Eckart Redersborg